Dieser Frage ging ein internationales Forscherteam in seiner systematischen Literaturübersichtsarbeit nach. Eingeschlossen wurden sieben bis Dezember 2017 publizierte Studien mit insgesamt 1.759 Schwangeren, in denen Übungen in Rückenlage mit Übungen in einer anderen Körperhaltung oder mit einer Kontrollmaßnahme (keine Übungsintervention) verglichen worden waren. Evidenz geringer beziehungsweise sehr geringer Qualität spricht dafür, dass ein geringes Geburtsgewicht nicht mit mütterlichen Übungen in Rückenlage zusammenhängt, verglichen mit Müttern, die keine Übungen gemacht hatten. Auch gab es geringe Evidenz dafür, dass diese Übungsposition zu keinen unerwünschten Nebenwirkungen bei den Müttern führt, zum Beispiel in Bezug auf den Blutdruck oder die Sauerstoffsättigung. Die Autoren berichten zwar über veränderte fetale Herzfrequenzen und einen leicht reduzierten Blutfluss im Uterus (−13 Prozent), wenn die Frauen sich aus der Seitenlage in die Rückenlage drehten; sie schließen aber mit dem Fazit, dass es unklar ist, ob Übungen in Rückenlage von Schwangeren gemieden werden sollten oder nicht.