In dieser dänischen Studie wurden 40 Erwachsene mit diagnostiziertem patellofemoralen Schmerzsyndrom (28 Frauen) und ausgeprägter Eversion des Rückfußes randomisiert entweder der Kontrollgruppe zugeteilt, die ausschließlich Knieübungen durchführte, oder der Interventionsgruppe, die zusätzlich Übungen für den Fuß integrierte und mit einer Fußorthese versorgt wurde. Die Knie-Übungen wurden in drei Therapieeinheiten angeleitet, die Probanden sollten dann zwölf Wochen lang dreimal wöchentlich üben. Die Fußübungen sollten zweimal pro Woche für zwölf Wochen durchgeführt werden, wobei eine Übungseinheit pro Woche von einem Therapeuten begleitet wurde. Die primäre klinische Zielgröße in der Nachuntersuchung nach vier Monaten war der Schmerz, gemessen mit dem Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score (KOOS), Subskala Schmerz. Die Personen der Interventionsgruppe verbesserten sich mehr als die Kontrollprobanden. Dieser Effekt war nach zwölf Monaten nicht mehr nachweisbar. Die Autoren schlussfolgern, dass bei patellofemoralem Schmerzsyndrom die Kombination aus knie- und fußspezifischen Übungen und der Versorgung mit einer Fußorthese kurzfristig effektiver Schmerzen lindert als eine ausschließlich auf das Kniegelenk fokussierte Therapie.