Im physiotherapeutischen Praxisalltag werden vielfältige Untersuchungstechniken zur Beurteilung von Problemen wie Schmerz oder Bewegungseinschränkung herangezogen. Die Ergebnisse dieser Tests dienen auch als Behandlungsgrundlage und helfen dabei, den Verlauf der Therapie zu dokumentieren. Wie gut sind die Testverfahren und was können wir mit sogenannten Gütekriterien in diesem Zusammenhang anfangen?

Diagnostik

Unter dem Begriff Diagnostik werden in der Medizin Untersuchungsverfahren zusammengefasst, die eine ursächliche Abklärung gesundheitlicher Beschwerden (eingeteilt in Symptome und Symptomgruppen) ermöglichen. Zugleich können damit auch Erkrankungen in Klassifizierungssysteme eingeteilt werden, wie etwa in die bekannte „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD).

Bei physiotherapeutischen Untersuchungsverfahren liegt der Fokus neben einer möglichen strukturellen Differenzialdiagnostik zudem auf der Beurteilung der Patientenprobleme und deren Auswirkungen auf den Alltag. In diesem Kontext spricht man auch oft von einem sogenannten „bio-psycho-sozialen“ Krankheitsmodell. Dazu haben sich im Laufe der Zeit Assessments und Scores, Mess- und Untersuchungsverfahren in der Physiotherapie etabliert.