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Heutzutage ist das roboterassistierte Training in der neurologischen Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten eine gängige Therapiemethode. Das Laufbandtraining mit mehr oder weniger Körpergewichtsentlastung wird vor allem zur Verbesserung des Gangs eingesetzt. Eine hohe Gehgeschwindigkeit soll rhythmische Bewegungen hervorrufen, hier stehen Reflexe auf spinaler Ebene im Vordergrund. Ein langsameres Gehtempo erfordert hingegen eher Einzelbewegungen, die Verschaltung ist komplexer und erfolgt auf kortikaler Ebene. Brasilianische Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie nun mit dem Lokomat den Effekt von niedriger und hoher Gehgeschwindigkeit bei 18 schwer betroffenen chronischen Schlaganfall-Patienten von Oktober 2014 bis März 2016. Der erstmalige Schlaganfall lag mindestens sechs Monate zurück, die Patienten (21 bis 70 Jahre) wiesen einen maximalen Punktwert von eins bis zwei im Functional Ambulation Categories (FAC) auf. Sie übten fünfmal in der Woche an 30 Terminen für jeweils 30 Minuten mit einer der beiden Geschwindigkeiten. Während die schnelle Gruppe mit zunehmender Übernahme des Körpergewichts die Geschwindigkeit von anfänglichen 1,4 Kilometern pro Stunde auf maximal 1,9 Kilometer pro Stunde steigerte, verringerte die langsame Übungsgruppe die Geschwindigkeit mit zunehmender Gewichtsbelastung. Folgende Untersuchungen erfolgten vor und nach der Intervention: