High-Intensity Interval Training (HIIT) ist für Patienten mit Multipler Sklerose (MS) sinnvoll und ungefährlich – dies fanden US-amerikanische Forscher heraus. Sie ließen 20 Patienten, die in ihrer Mobilität eingeschränkt waren, liegend auf einem Stepper trainieren (analog zu einem Liegefahrrad). Bei der HIIT-Variante wurde zehnmal eine Minute bei 90 Prozent der maximalen Sauerstoffaufnahme trainiert, immer unterbrochen von einer Minute lohnender Pause mit 15 Watt Belastung. Bei der moderaten Dauermethode trainierten die Patienten 20 Minuten am Stück bei einer Belastung, die 50 bis 60 Prozent der maximalen Sauerstoffaufnahme entsprach. Die HIIT-Variante forderte das kardiorespiratorische System signifikant mehr als die Dauermethode – zum Beispiel hinsichtlich Sauerstoffaufnahme, Abatmung von Kohlenstoffdioxid oder Pulsfrequenz –, ohne sich dabei negativ auf die Körperkerntemperatur auszuwirken. Dass HIIT das Herz-Kreislauf- und Atmungssystem mehr anspricht als Training nach der Dauermethode und somit auch wirksamer sein könnte, sollte in der Therapieplanung bei MS berücksichtigt werden.