Politik
pt September 2019

Spannungsfelder in der Physiotherapie

Wie kann professionelles Arbeiten gelingen?

Eigentlich sollte die Headline dieses Artikels lauten: "Wie wird professionelles Arbeiten in der Praxis verhindert?" Wir haben uns dazu entschlossen, die Frage positiv zu formulieren. Was können wir beispielsweise tun, wenn Patienten ihre Erwartungen so äußern: "Bitte helfen Sie mir mit Ihren heilenden Händen, meinen Rücken wieder gesund zu machen", unsere Lösungsstrategien aber ganz anders aussehen?

Ein Beitrag von Holger Hoffmann und Andreas Alt
Lesezeit: ca. 8 Minuten
Kalcutta / shutterstock.com

Starker Wandel

Aktuell ist das Berufsfeld der Physiotherapie einem starken Wandel unterworfen. Veränderte Strukturen in der Bevölkerung, zunehmende Digitalisierung und eine vermehrte kritische wissenschaftliche Überprüfung von therapeutischen Interventionen werden das Profil physiotherapeutischer Kompetenzen in der Zukunft spürbar verändern.

Daneben werden die Forderungen nach einer Akademisierung der Physiotherapeuten von 20 Prozent durch den Wissenschaftsrat (1) weitere Veränderungen nach sich ziehen müssen. Zusätzlich steigen die Anforderungen an Therapeuten durch ein größeres ganzheitliches Verständnis von Krankheit und deren Auswirkungen auf die Patienten und deren Lebensumfeld (ICF). Damit gehen eine immer komplexere medizinische Versorgung und ein Gesundheitssystem einher, dessen interprofessionelle Schnittstellen ständig zunehmen (2).

Treffen diese Veränderungsanforderungen nun auf die aktuelle Versorgungssituation innerhalb der Physiotherapie in Deutschland, können sich für die einzelnen Therapeuten Spannungsfelder entwickeln, welche die Patientenversorgung beeinträchtigen. Diese Spannungsfelder begegnen den Therapeuten täglich und bilden den Versorgungsalltag in der ambulanten Praxis ab. Anhand eines erlebten Fallbeispiels konnten die Autoren vier Spannungsfelder identifizieren.

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pt September 2019

Erschienen am 02. September 2019