Diese Fragestellung untersuchten niederländische Wissenschaftler in einem systematischen Review. Die Recherche fand in sechs Datenbanken statt, unter Anwendung der PRISMA-Kriterien (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses). Die Forscher schlossen 14 Studien in die Analyse ein, davon waren nur fünf Publikationen von hoher oder höchster Evidenz. Nach Einteilung der Ergebnisse anhand der ICF-Kriterien (International Classification of Functioning, Disability and Health) ergaben sich für den Bereich der Aktivität und Partizipation nur einzelne Nachweise: Es wurde über weniger Stürze berichtet, auch das Hängenbleiben der Zehen auf dem Boden verringerte sich bei den bis zu 20-jährigen Probanden. Für den Bereich der Körperstruktur und -funktion ist dagegen der Nachweis (hohe bis höchste Evidenz) eindeutig: Die funktionelle elektrische Stimulation (FES) verbesserte Beweglichkeit, Kraft, motorische Steuerung, Gleichgewicht und Gangparameter; jedoch verlangsamte sich die Gehgeschwindigkeit. Begleiterscheinungen waren Hautirritationen, FES-Intoleranz und eventuell fehlende Akzeptanz für diese Therapieform. Den Autoren zufolge kann die FES eine Alternative zur Fußorthese bei Kindern und Jugendlichen mit spastischer Zerebralparese sein.