Noch vor 30 Jahren war an Sport als Therapie bei Krebspatienten nicht zu denken. In der letzten Dekade wurde jedoch die Öffentlichkeit immer mehr über den positiven Effekt einer begleitenden Sporttherapie bei Krebserkrankungen informiert. Öffentliche Veranstaltungen wie Laufevents für und mit Brustkrebs-Patientinnen sind in fast allen größeren deutschen Städten auch dieses Jahr wieder geplant.

Frühe Diagnose entscheidend

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Die aktuellen Daten des Robert Koch Instituts zeigen, dass 2013 rund 71.600 Frauen und fast 700 Männer an Brustkrebs erkrankt sind. Positiv ist dagegen, dass die Sterblichkeitsrate in den letzten Jahren bei der Gruppe der unter 70-jährigen Frauen deutlich gesunken ist. Ein früherer Diagnosezeitpunkt und verbesserte Therapieoptionen scheinen hier entscheidend zu sein (1). Die Diagnose Brustkrebs trifft somit jedes Jahr sehr viele Frauen. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist zum einen von der genetischen Disposition, positiver Familienanamnese und dem Alter abhängig – und damit von Faktoren, die nicht beeinflussbar sind. Zum anderen spielen auch Lebensstilfaktoren eine essenzielle Rolle: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass allein ein Drittel aller Krebserkrankungen weltweit auf Faktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung oder Bewegungsmangel zurückführen ist. Übergewichtige und inaktive Frauen haben ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, als sportlich aktive Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) im Normbereich.