Dass Schmerz ein wichtiges Alarmsignal sein kann und uns auf einen eingetretenen oder drohenden Gewebeschaden aufmerksam macht, ist klar. Dass er auch unabhängig von einer somatischen Ursache auftritt, wie etwa beim Phantomschmerz, das wissen wir auch. Aber die ganze Spannweite dazwischen ist vielen weniger geläufig, sowohl aufseiten der Patienten als auch der Therapeuten. Fragen wir einen deutschen Experten zum Thema „Schmerzen verstehen“.

Gesprächspartner Michael Richter

B. Sc., M. Sc., OMT, PT; seit über zehn Jahren Teil des multidisziplinären Teams im Rückenzentrum Am Michel in Hamburg; Lehrtätigkeit sowie Betreuer- und Gutachterfunktionen; Mitglied im Ethikrat der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin; seit 2018 Promovend der Universität Halle (Saale).

Kontakt: M.Richter@ruecken-zentrum.de

Wenn Patienten verstehen, warum sie das unangenehme Gefühl Schmerz empfinden und durch welche Faktoren es beeinflusst werden kann, dann wirkt sich das erwiesenermaßen positiv auf ihr Schmerzerleben aus (1–4). Wie können relevante Informationen aber an den Patienten weitergegeben werden, um ihn auf den aktuellen Wissensstand zum Thema Schmerz zu bringen? Physiotherapeut Michael Richter, tätig am Rückenzentrum Am Michel in Hamburg, erklärt, welche Inhalte in einer Patientenedukation nicht fehlen dürfen (5).