Es ist bekannt, dass verschiedene psychosoziale Risiken chronische Schmerzen begünstigen und aufrechterhalten können. In aktuellen Studien werden deshalb spezielle Assessments zur Erfassung solcher Risiken verwendet und multimodale Therapieansätze empfohlen. Doch ist bei solchen Patienten eine herkömmliche Therapie zur Verbesserung von Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer tatsächlich weniger wirksam?

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Dr. Michael Hollmann begleitete als Wissenschaftler eine deutsche Studie, die untersuchte, ob eine herkömmliche Therapie bei Patienten mit psychischen Erkrankungen weniger gut hilft. Ein Netzwerk aus Ärzten, Rückenzentren und Kostenträgern (FPZª) analysierte in der multizentrischen Studie die Daten von rund 20.000 Rückenschmerz-Patienten, die von 2005 bis 2015 therapiert wurden. Retrospektiv wurden die Patienten mit chronischen oder rezidivierenden Rückenschmerzen in zwei Gruppen unterschieden: mit und ohne psychische Nebenerkrankungen.