Der Physiotherapeut und Schulleiter Daniel Wegen praktiziert Yoga. Wie denkt jemand, der sich intensiv mit dieser uralten (Bewegungs-)Philosophie beschäftigt? Über Ganzheitlichkeit, Sport, Gesundheit, Atmung und die physiotherapeutische Zukunft? Wo liegt der Unterschied zwischen Therapie und Yoga? Welche Rolle spielt dabei die Eigenverantwortung von Therapeut, Praktizierendem und Patient?

Ein Beitrag von Jörg Stanko

Der Kollege sitzt unaufgeregt und entspannt vor mir. Er spricht mit der gleichen Selbstverständlichkeit über Yoga, physiotherapeutische Berufspolitik oder die Rahmenbedingungen unserer Ausbildungen – nachdenklich und ruhig. Er sei nie der Wettkampftyp gewesen, sagt er mit Blick auf seine Sportlervergangenheit: „Ich hätte auch einfach Basketball spielen können, ohne Körbe zu zählen. Ich hatte Lust auf die Bewegung.” Wie man sich „im Körperlichen” wohlfühlt, darum geht es für ihn beim Yoga. Deshalb praktiziert er es als Schulleiter auch mit seinen Schülerinnen und Schülern. Ein Mensch, der noch die Worte „Träume” und „Glück” kennt.