Die Welt unterliegt ständigen Veränderungsprozessen. Auch unser Beruf, unser Selbstverständnis über unsere Tätigkeit und die Vorstellung darüber, was Physiotherapie ist, wandeln sich. Ich habe mit einer Kollegin gesprochen, die die Entwicklungen der letzten 50 Jahre mitgemacht und -gestaltet hat. Unter anderem auch die Annäherung zwischen ost- und westdeutscher Physiotherapie. Mit Antje Hüter-Becker hat sie lange zusammengearbeitet. 

Brigitte Böttcher

 Der Versuch ein Berufsleben in zwei Seiten zu packen …

„Nach meiner ersten soliden Anleitung zum Dienst am Kranken im Krankenhaus St. Joseph-Stift in Dresden hatte ich ab 1973 meine physiotherapeutische Heimat in der Poliklinik der Universitätsklinik Dresden unter Leitung der Physiotherapeutin Katharina Knauth“, berichtet Brigitte Böttcher. Glück habe sie schon in der Grundausbildung (1967-1970) zur Physiotherapeutin an der medizinischen Berufsfachschule Zwickau gehabt. Die freie Gymnastiklehrerin Edith Schulz-Fickert war dort ihre Lehrerin, sie kam aus der Hellerauer Tanz- und Gymnastikszene der zwanziger Jahre und vermittelte eine musisch-tänzerische Körperbasis.