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Der Verlauf bei Patienten mit chronischen unspezifischen Kreuzschmerzen ist variabel. Es gibt einerseits veränderbare prognostische Faktoren, wie Schmerzintensität oder Depression, und andererseits nicht veränderbare Faktoren, wie Alter und Geschlecht. Das STarT Back Screening Tool ist ein bekanntes Instrument für die Beurteilung der Prognose bei diesen Patienten. Die Klassifikation berücksichtigt derzeit allerdings noch keine Variablen, welche die Prognose über den Behandlungsverlauf beeinflussen können. Forscher aus Brasilien und Australien untersuchten daher, inwiefern sich die mit dem STarT-Fragebogen ermittelte Risikogruppe über einen Zeitraum von sechs Monaten verändert. Darüber hinaus prüften sie, ob das Instrument auch einen prädiktiven Wert hat, wenn es zu verschiedenen Zeitpunkten eingesetzt wird. Die Forscher schlossen insgesamt 148 Patienten im Alter von 18 bis 60 Jahren mit chronischen unspezifischen Kreuzschmerzen, die physiotherapeutisch behandelt wurden, in ihre Analyse ein. Die Auswertung basiert auf den Daten einer randomisierten kontrollierten Studie. Die Physiotherapie beinhaltete allgemeine und spezifische Übungen für den unteren Rücken sowie manualtherapeutische Techniken. Die Anzahl der Einheiten sowie die Interventionen waren zwar standardisiert, die Therapeuten wendeten die Maßnahmen aber in Abhängigkeit vom jeweiligen Befund des Patienten an. Alle Probanden erhielten über fünf Wochen insgesamt zehn Therapieeinheiten mit einer Frequenz von zweimal pro Woche.