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Sedentäres Verhalten – zum Beispiel Sitzen und Liegen außerhalb der Schlafenszeiten – gilt seit einigen Jahren als signifikanter Risikofaktor für eine erhöhte Mortalität. Immer wieder werden daher Unterbrechungen längerer Inaktivitätsphasen empfohlen, um deren negative Folgen zu verhindern. Alan Donnelly von der Universität Limerick (Irland) zeigte in seinem Überblicksvortrag eindrücklich anhand noch nicht veröffentlichter Daten, dass Stehen keine sinnvolle Maßnahme darstellt. In einer großen Studie hatte der Wissenschaftler bei 368 irischen Probanden das habituelle Aktivitätsverhalten protokolliert und dabei zwischen Sitzen, Stehen sowie leichter und moderater / intensiver Aktivität unterschieden. Wenig überraschend korrelierte die sitzende Inaktivität mit zahlreichen negativen Konsequenzen, wie einer Erhöhung des Blutdrucks oder einer ungünstigen Beeinflussung des Lipoprotein-Stoffwechsels. Während jedoch sowohl leichte als auch moderate / intensive Aktivität mit einer Verbesserung der meisten Parameter assoziiert war, hatte Stehen nur einen kaum messbaren Einfluss auf das Risikoprofil.