Dies wurde im Rahmen einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie untersucht. Insgesamt 81 Patienten mit chronischen Nackenschmerzen erhielten 15 Einheiten Stabilisationsübungen. Eine Gruppe bekam keine zusätzliche Maßnahme, die zweite Gruppe zusätzlich auch noch transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) und die dritte Gruppe zusätzlich Interferenzstrom. Gemessen wurden Schmerz (Visuelle Analogskala), Beweglichkeit, Lebensqualität (SF-36), Stimmungslage (Beck Depression Inventory), Einschränkungen (Neck Disability Index) und der Bedarf an Schmerzmitteln. Die Assessments und Tests wurden vor Beginn der Therapiephase sowie sechs und zwölf Wochen danach durchgeführt. Außerdem bekamen alle Studienteilnehmer drei Wochen lang von einem Physiotherapeuten angeleitetes Gruppentraining sowie zusätzlich drei Wochen Heimübungen. In allen drei Gruppen kam es gleichermaßen zu Verbesserungen in allen Parametern und auch nach sechs sowie zwölf Monaten gab es keinerlei signifikante Unterschiede. Die Autoren schlussfolgern, dass die beiden Stromapplikationen gleich effektiv sind, jedoch keinen zusätzlichen Nutzen aufweisen.