Therapie
pt Januar 2021

Sturzprävention bei Morbus Parkinson

Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Aufgrund der eingeschränkten und oft unkontrollierten Bewegungsabläufe verlieren die Patienten auch häufig das Gleichgewicht und stürzen.

Ein Beitrag von Franziska Schlüter
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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Sturzgefahr ist groß

Die Sturzgefahr bei Patienten mit Morbus Parkinson ist ausgeprägt. Studien belegen, dass die Hälfte aller Erkrankten mindestens einmal im Jahr stürzen, viele Patienten sogar mehrmals jährlich (1). Ursächlich dafür ist unter anderem die mangelnde Anpassungsfähigkeit der Muskulatur an die Anforderungen (zum Beispiel ein Ausfallschritt oder ein schnelles Abstützen). Das für die Krankheit typische Gangbild äußert sich durch vermehrte Knie- und Hüftbeugung, einen vorgebeugten Oberkörper und Vorfußbelastung – dies trägt ebenfalls zur erhöhten Sturzgefahr bei.

Morbus Parkinson zählt zu den neurologischen Erkrankungen mit den höchsten Gesundheitsausgaben (2). Vor allem Stürze erhöhen das Risiko für Krankenhauseinweisungen oder häusliche Pflege. Dadurch entstehen hohen Kosten für das Gesundheitssystem (3). Dorsey et al. (4) zufolge wird sich die Anzahl der Parkinson-Erkrankungen bis 2030 verdoppeln. Diese Veränderungen stellen eine enorme Herausforderung für das Gesundheitssystem dar.

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pt Januar 2021

Erschienen am 12. Januar 2021