439 Studienteilnehmer mit einem Mindestalter von 65 Jahren und geringen bis moderaten Gleichgewichtsstörungen wurden per Zufall entweder der Interventions- oder Kontrollgruppe zugeteilt. Das Heimübungsprogramm der Interventionsgruppe bestand aus fünf Übungen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad sowie einem Walking-Plan. Die Kontrollgruppe bekam eine Schulung zum Thema Sturzprävention. Die körperliche Funktionsfähigkeit sowie weitere Zielgrößen untersuchten die Forscher nach drei und sechs Monaten. Darüber hinaus wurden Stürze in einem Sturztagebuch dokumentiert beziehungsweise über telefonische Befragungen der Teilnehmer nach drei, sechs, neun und zwölf Monaten abgefragt. Nach einem Jahr war die Sturzhäufigkeit in der Übungsgruppe etwas und die Sturzangst signifikant geringer als in der Kontrollgruppe. Darüber hinaus zeigte sich bei den Teilnehmern des Übungsprogramms ein positiver Trend bezüglich der Adhärenz, also dem Ausmaß, in dem die Patienten die Instruktionen der Therapeuten befolgten.