Frau Müller lebt alleine und fühlt sich in letzter Zeit zunehmend unsicher, sie hat Angst zu stürzen. Ihr Physiotherapeut kennt verschiedene Tests, die Auskunft über das Sturzrisiko geben sollen. Doch welchen Test soll er wählen, ab wann liegt eine tatsächliche Sturzgefahr vor und wie zuverlässig sind die Aussagen?

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Hintergrund

Tests zur Bestimmung des Sturzrisikos gehören zu den häufigsten neurologischen und geriatrischen Assessments in der Physiotherapie. Dabei werden Grenzwerte verwendet, die aussagen sollen, ab wann eine Person sturzgefährdet ist. Beim Timed-Up-and-Go-Test (TUG) wird beispielsweise ein Grenzwert von 13,5 Sekunden gewählt: Wer diese Zeit oder länger benötigt, gilt als sturzgefährdet. Allerdings liegen für den TUG und andere Assessments zahlreiche Studien mit sehr unterschiedlichen Grenzwerten vor (1). Welcher soll verwendet werden?