Dieser Frage ging ein spanisch-amerikanisches Forscherteam nach. Die Wissenschaftler randomisierten 50 Patienten mit einseitigem subakromialen Schmerzsyndrom in zwei Gruppen mit einem Übungsprogramm, wovon eine zusätzlich Dry Needling erhielt. Die Übungen zur Kräftigung der Rotatorenmanschette sollten zweimal täglich über fünf Wochen durchgeführt werden. Das Dry Needling fand in der zweiten und vierten Therapiesitzung statt. Diejenigen Patienten, die ausschließlich übten, hatten mehr Arztkonsultationen, weitere Behandlungen und mehr Krankheitstage; deshalb waren die Gesamtkosten bei dieser Gruppe insgesamt höher. Die Analyse zeigte zudem, dass die kombinierte Therapie aus Übungen und Dry Needling kosteneffektiver ist als das Übungsprogramm alleine. Aufgrund dieser Erkenntnisse empfehlen die Autoren die Integration von Dry Needling in ein multimodales Therapiekonzept mit Übungen.