Eine aktuelle Studie ging der Frage nach, welche Effekte ein spezifisches Programm zur neuromuskulären Aktivierung im Vergleich zu Behandlungen mit Manueller Therapie bei Patienten mit subakromialem Impingement Syndrom hat.

[tb] Das subakromiale Impingement Syndrom (SIS) ist eine der häufigsten Diagnosen bei Schulterbeschwerden. Die Patienten leiden unter Schmerzen, Dysfunktionen und Einschränkungen der Beweglichkeit. Insbesondere ein muskuläres Ungleichgewicht scheint eine Rolle zu spielen. Die Aktivität im unteren und mittleren Anteil des M. trapezius sowie im M. serratus anterior ist oft zu niedrig, im oberen Anteil des M. trapezius hingegen ist sie meist zu hoch. Dies führt zu einer Veränderung im skapulothorakalen Bewegungsmuster und in der Folge zu einem Platzproblem im subakromialen Raum. Hinzu kommt eine Schwäche der Rotatoren, vor allem des M. infraspinatus und M. subskapularis – dies ist ein wichtiger Ansatzpunkt für die Therapie.