In dieser amerikanischen Studie unterzogen sich zwischen Januar 2010 und April 2014 insgesamt 105 Patienten einer offenen Bizeps-Tenodese unter dem Pektoralismuskel. Ein solcher Eingriff wird aufgrund von pathologischen Veränderungen der Sehne und Schulterschmerzen vorgenommen. Bei der Operation wird die lange Bizepssehne durchtrennt und am Oberarm verankert. Alle Patienten wurden vom gleichen Chirurgen operiert. Die eingeschlossenen erwachsenen Personen hatten eine Tendinitis, Tenosynovitis, einen proximalen Bizepssehnenriss oder eine degenerative SLAP-Läsion. Bereits ab dem ersten postoperativen Tag war die Mobilisation mit vollem Bewegungsumfang im Ellenbogen- und Schultergelenk erlaubt. Auch aktive Übungen in Flexion oder Supination im Ellenbogen wurden zugelassen. In der ersten Woche nach der Operation trugen die Patienten eine Armschlinge. Unter physiotherapeutischer Betreuung führten sie beschwerdeadaptiert Beweglichkeits- und Kräftigungsübungen durch. In erster Linie untersuchten die Wissenschaftler, ob es Misserfolge gibt, wie etwa eine Revisionsoperation oder das Auftreten einer Popeye-Deformität, bei welcher sich der Muskelbauch vom Bizeps nach distal verlagert. Weiterhin wurden die Patientenbewertungen hinsichtlich Lebensqualität, körperlicher und mentaler Einschränkungen im Short Form-12 (SF-12), American Shoulder and Elbow Surgeons Assessment (ASES) und Disabilities of the Arm, Shoulder and Hand (DASH) ausgewertet.