Insbesondere in Sportarten mit hohen Belastungen, schnellen Bewegungen und abrupten Richtungswechseln kommt es häufig zu einem Supinationstrauma. Durch das „Umknicken“ des Fußes können neben ligamentären Verletzungen auch biomechanisch relevante Veränderungen im Bereich der knöchernen Strukturen entstehen, wie beispielsweise eine Verlagerung des distalen Teils der Fibula nach ventral-kaudal.

Ein Beitrag von Minettchen Herchenröder

Häufige Verletzung

Das Supinationstrauma ist eine der häufigsten Verletzung an der unteren Extremität – insbesondere in den Sportarten Fußball, Basketball, Rugby, American Football, Kunstturnen und bei Orientierungsläufen (1, 2). Supinationstraumen sind dabei mit 85 Prozent wesentlich häufiger als Pronationsverletzungen (15 Prozent) (1, 2). In den westlichen Ländern liegt die Inzidenz bei einer Verletzung täglich pro 10.000 Personen (3). Bis zu 80 Prozent aller Knöchelverstauchungen werden den lateralen Ligamenten zugeschrieben (4).