Interview
pt November 2016

„System Mockenhaupt“ kommt wieder ins Lot – pt

Profi-Läuferin Sabrina Mockenhaupt hatte einen Traum: bei den olympischen Spielen in Rio dabei sein. Doch im Juni 2016 musste sie akzeptieren, dass daraus nichts werden würde. Sie bekam die Diagnose: Ermüdungsbruch im Becken.

Im Gespräch: Sabrina Mockenhaupt

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Wie und wann hast du bemerkt, dass etwas nicht stimmt?

Ich hatte ja im letzten Jahr eine Operation am Sprunggelenk. Und leider muss ich sagen, dass ich mich schlicht und ergreifend zu früh zu intensiv wieder belastet habe. Am 22. Mai lief ich die British Olympic Trials in England mit. Ich war sehr motiviert, ging über meine Grenzen, bin zu schnell angelaufen und war bei Kilometer sieben fix und fertig. Ich hatte zwar keine Schmerzen, aber ich konnte nicht mehr weiterlaufen.

Wie bist du im allerersten Moment damit umgegangen?

Ich war natürlich tief enttäuscht von mir selbst und sehr traurig.

Und später dann?

Kurz darauf bin ich ganz schnell wieder in Tatendrang verfallen, habe überlegt, wo ich als nächstes hin kann, um weiter zu trainieren. Ich habe fast händeringend nach dem nächsten Rennen gesucht, bei dem ich wieder zeigen könnte, was ich drauf habe.

Im Trainingslager in St. Moritz kam dann aber leider der nächste Rückschlag, denn ich bekam Schmerzen. Zuerst nur beim Laufen, später dann aber auch im Alltag, zum Beispiel beim Treppensteigen. Über drei Wochen lang hat sich der Schmerz bei mir kumuliert. Ich habe mir Spritzen geben lassen und war ständig in Therapie – leider vergeblich. Es war dann meine Physiotherapeutin, die mich am Ende des Trainingslagers zur Brust nahm und sagte: Sabrina, lass ein MRT machen, das ist nicht mehr normal. Und dann stand die Diagnose mit allen daraus folgenden Konsequenzen fest. Das musste ich wohl oder übel akzeptieren.

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pt November 2016

Erschienen am 07. November 2016