Ein konventionelles Gangtraining nach Schlaganfall ist mit einem hohen personellen Aufwand und einer enormen Anstrengung für den Patienten verbunden. Infolgedessen ist der empfohlene Trainingsumfang kaum umzusetzen. Eine effiziente Alternative ist ein technologiebasiertes Gangtraining: Studien konnten signifikante Verbesserungen nachweisen.

Technologiebasiertes Gangtraining

Rund 60 Prozent der Menschen, die unter den Folgen eines Schlaganfalls leiden, sind in ihrer Mobilität eingeschränkt (1). Etwa die Hälfte von ihnen ist drei Monate nach dem Insult nicht gehfähig (2). Daher nimmt das Lokomotionstraining zur Wiedererlangung beziehungsweise Verbesserung der Mobilität einen enormen Stellenwert in der Rehabilitation nach Schlaganfall ein. Hinsichtlich des Trainingsprinzips zeigt die Studienlage eindeutig: Die therapeutische Intervention muss intensiv, repetitiv und aufgabenspezifisch sein (3). Das bedeutet, dass das Gehen bei hoher Therapiefrequenz und mit maximal hoher Anzahl an Gangzyklen pro Trainingseinheit geübt werden soll. Diese Zielvorgabe ist mit konventionellem Gangtraining kaum zu erreichen. Schätzungen zufolge generiert ein Patient bei einer Gangschule auf normalem Boden, wofür häufig die Unterstützung eines oder mehrerer Therapeuten und verschiedene Hilfsmittel benötigt werden, gerade einmal 50 bis 100 Schritte während eines 20-minütigen Trainings (4). Zum Vergleich: Eine Person ohne Einschränkung der Gehfähigkeit schafft bei einem Spaziergang etwa 2.400 Schritte in 20 Minuten.