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Ja, so die Schlussfolgerung dieser Studie aus Istanbul. Die Forscher randomisierten 33 Patienten mit einer Teilruptur der Rotatorenmanschette: Die Interventionsgruppe erhielt Videotherapie, die Kontrollgruppe absolvierte das konventionelle Reha-Programm. Die Interventionen dauerten sechs Wochen. Drei Patienten schieden vorzeitig aus (drop-out), 30 Patienten beendeten die Studie wie vorgesehen. Diese waren durchschnittlich rund 51 Jahre alt (+/- 8,54), zehn waren weiblich. 

Klinische Zielgrößen waren das aktive Bewegungsausmaß der Schulter, die Funktion, Schmerzen, die gesundheitsbezogene Lebensqualität und Zufriedenheit mit der Therapie. Beide Gruppen hatten sich nach Therapieende signifikant verbessert, ohne relevanten Unterschied. Die Patienten der Kontrollgruppe waren zufriedener mit der Therapie als die der Interventionsgruppe. Die Forscher halten die Videotherapie für eine gute Option in der konservativen Behandlung von Patienten mit partieller Rotatorenmanschettenruptur.

Quelle: Türkmen E, et al. 2020. Effectiveness of video-based rehabilitation program on pain, functionality, and quality of life in the treatment of rotator cuff tears: a randomized controlled trial. J. Hand Ther. Mar 17. [Epub ahead of print]

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi32197805