Befragungen zeigen, dass die Mehrheit der Physiotherapeuten zögert, die Erbringung ihrer Leistungen aus der Ferne anzubieten, während ein Großteil der Patienten sich dazu bereit erklärt, deren Therapie für die Zeit während und sogar nach Corona online zu verlegen. Dieses Ergebnis ist wenig überraschend, da die meisten Kollegen zwar über ein enormes Fachwissen und umfangreiche Berufserfahrung verfügen, ihr Wissen über die Möglichkeiten der Teletherapie dabei aber nur sehr gering ist.

Viele Therapeuten befürchteten zu Beginn der Coronapandemie, dass ihre Patienten eine Therapie in virtueller Form ablehnen würden. In einer aktuellen Befragung von etwa 27.000 Physiotherapiepatienten (1) gaben jedoch 81 Prozent der Befragten an, dass sie die aufgrund von COVID-19 pausierten stationären Präsenztherapien als Online-Behandlung fortsetzen würden. Dieses Meinungsbild ist eine klare Antwort auf die Sorge der Therapeuten und führt gleichzeitig zu der Frage, warum wir nicht schon mehr auf Teletherapien umgestiegen sind?