Wissenschaftler aus Peking werteten in ihrer retrospektiven Studie Daten von 94 Personen mit Tendinopathien der Rotatorenmanschette aus. Alle Patienten erhielten Physiotherapie, ein Teil bekam zusätzlich noch entweder hoch- oder niedrigenergetische Stoßwellentherapie. Als Assessments dienten nach vier, acht, zwölf und 24 Wochen der Constant and Murley Score und die Visuelle Analogskala (VAS). Alle drei Gruppen verbesserten sich deutlich nach 24 Wochen. Die hochenergetische Stoßwellentherapie war leicht überlegen: Die Probanden mit dieser Intervention verbesserten sich im Vergleich zur Physiotherapiegruppe deutlicher im Constant and Murley Score bei den Nachuntersuchungen nach vier und acht Wochen und verglichen mit der niedrigenergetischen Gruppe nach vier Wochen. Auch waren im Follow-up nach vier, acht und zwölf Wochen die VAS-Werte besser als in den beiden anderen Gruppen. Die Autoren empfehlen daher die hochenergetische Stoßwellentherapie in Kombination mit Physiotherapie bei Tendinopathien der Rotatorenmanschette.