Tommy Haas, Novak Djokovic oder Maria Sharapova – das sind nur einige Tennisprofis, die immer wieder mit Schulterverletzungen zu kämpfen hatten. Die extremen Ausholbewegungen belasten die Rotatorenmanschette und es kommt zur Überbeanspruchung des Kapsel-Band-Apparates. Aber auch andere Überkopfsportarten sind für die sogenannte Tennisschulter prädestiniert. Der Beitrag erläutert, warum das so ist und wie Therapeuten evidenzbasiert vorgehen.

Ein Beitrag von Bodo von Unruh

Tennisschulter als Sammelbegriff

Die „Tennisschulter“ ist ein umgangssprachlicher Überbegriff für verschiedene Symptome bei Schulterbeschwerden. Sie ist keine Diagnose und auch nicht spezifisch nur dem Tennissport zugeordnet. Der Begriff beschreibt einen Beschwerdekomplex, der durch mechanische Belastungen oder Positionen entsteht, die über einen längeren Zeitraum gehalten werden müssen. Dabei handelt es sich um eine Überbelastung verschiedener Strukturen der Schulter. Je nach Häufigkeit und Frequenz der sportartspezifischen Bewegung / Belastung liegt am Ende ein direktes Trauma mit Gewebeschädigung vor.