Politik
pt April 2019

Therapeutinnen am Limit verstehen

Fortsetzung der qualitativen Studie der Brandbriefe

Der Volksmund weiß, dass alles irgendwann ans Licht kommt. Was diese Analyse der Brandbriefe zutage fördert, ist allerdings mehr als verstörend. Eine Berufsgruppe, die auf verlorenem Posten still und leise vor sich hin kämpft? Die Briefe, die Heiko Schneider erhalten hat, waren ehrlich; es gab keinen Grund, unsere Situation darin zu beschönigen. Die Autorinnen analysieren deren Inhalt und leiten einen großen Veränderungsbedarf ab.

Ein Beitrag von Heidi Höppner und Eva-Maria Beck
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Hintergrund

In „Verärgerte Therapeuten. Eine qualitative Auswertung der Brandbriefe“ (1) berichteten wir über den Hintergrund der qualitativen Studie.

Die dort vorgestellten Zitate aus den Brandbriefen verdeutlichten die Betroffenheit ihrer Autorinnen und Autoren. Die Stärke des Datenmaterials liegt darin, dass die Briefe nicht primär für die Wissenschaft formuliert wurden, sondern an einen Kollegen gerichtet waren, dem kollegial das Erleben der jeweiligen Arbeitssituationen beschrieben wird.

Von den über 1.000 Briefen an Heiko Schneider konnten für die qualitative Studie 629 Briefe substanziell genutzt werden. Einen Anspruch auf Repräsentativität erhebt diese Auswertung nicht, wohl aber auf theoretische Sättigung. Diese explorative, das heißt erkundende Arbeit zielt auf die Identifikation von gemeinsamen Themen und Kategorien, die gegebenenfalls in einer repräsentativen Studie quantitativ überprüft würden.

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pt April 2019

Erschienen am 01. April 2019