Der Volksmund weiß, dass alles irgendwann ans Licht kommt. Was diese Analyse der Brandbriefe zutage fördert, ist allerdings mehr als verstörend. Eine Berufsgruppe, die auf verlorenem Posten still und leise vor sich hin kämpft? Die Briefe, die Heiko Schneider erhalten hat, waren ehrlich; es gab keinen Grund, unsere Situation darin zu beschönigen. Die Autorinnen analysieren deren Inhalt und leiten einen großen Veränderungsbedarf ab.

Hintergrund

In „Verärgerte Therapeuten. Eine qualitative Auswertung der Brandbriefe“ (1) berichteten wir über den Hintergrund der qualitativen Studie.

Die dort vorgestellten Zitate aus den Brandbriefen verdeutlichten die Betroffenheit ihrer Autorinnen und Autoren. Die Stärke des Datenmaterials liegt darin, dass die Briefe nicht primär für die Wissenschaft formuliert wurden, sondern an einen Kollegen gerichtet waren, dem kollegial das Erleben der jeweiligen Arbeitssituationen beschrieben wird.