Der demografische Wandel in Deutschland wirkt sich auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung aus: Zunehmend rücken altersbedingte Erkrankungen in den Vordergrund der Physiotherapie. Stellvertretend dafür steht das Krankheitsbild der Demenz. Die Konfrontation mit dieser Erkrankung bleibt im Therapiealltag nicht aus, Präventivmaßnahmen und Behandlungskonzepte sind immer mehr gefragt.

Was ist Demenz?

Demenz ist eine progredient fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Die häufigste Ausprägung ist die Alzheimer-Krankheit, der ein degenerativer Nervenverlust zugrunde liegt. Dabei sammeln sich β-Amyloide im Hirngewebe an. Diese bilden gemeinsam mit Proteoglykanen, ApoE4 und α1-Antichymotrypsin senile Plaques, welche sich zwischen den Neuronen im zentralen Nervensystem ablagern (1). In Folge der hierdurch unterbrochenen Kommunikation sterben die Nervenzellen ab, die Gedächtnisleistung ist vermindert. Die Symptome der Erkrankung können sehr vielfältig sein. Üblich ist ein Verlust höherer kortikaler Funktionen wie beispielsweise Sprachvermögen, Gedächtnisleistung, logisches und abstraktes Denken sowie motorische Fähigkeiten. Diese Ausfälle führen auch zu Einschränkungen von Alltagshandlungen. Im Verlauf der Demenzerkrankung nimmt das Ausmaß der Symptome zu und die Patienten sind zunehmend auf Hilfe Dritter angewiesen.