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An dieser Studie nahmen 150 Patienten mit diagnostiziertem neurogenen Thoracic-Outlet-Syndrom (NTOS) teil. Alle erhielten zunächst für sechs Wochen Physiotherapie. Profitierten die Patienten, wurden sie weiter konservativ behandelt; die übrigen Teilnehmer erhielten eine Operation (supraklavikuläre Dekompression). Klinische Zielgrößen waren patientenzentrierte Outcomes und die Funktion im QuickDASH (Disabilities of the Arm, Shoulder and Hand Questionnaire). 13 Prozent der Patienten wünschten nach den sechs Wochen PT keine weitere Therapie und standen für die Nachuntersuchung nicht mehr zur Verfügung. 27 Prozent verbesserten sich durch die alleinige konservative Therapie, 60 Prozent wurden operiert. Im Follow-up nach zwölf bis 21 Monaten hatten beide Gruppen bessere Werte im QuickDASH: Die operativ versorgten Patienten verringerten ihren Score um 29,8 Punkte (± 2,4), die konservativ Therapierten um 15,6 Punkte (± 3,0). Die Ergebnisse in den patientenzentrierten Outcomes korrelierten stark mit dem QuickDASH. Die Autoren schlussfolgern, dass Patienten mit NTOS von einer Operation profitieren, wenn Physiotherapie nicht ausreicht.