Physiotherapie allein ist oft nicht ausreichend in der Behandlung des angeborenen muskulären Schiefhalses: Mediziner injizieren häufig zusätzlich Botulinumtoxin in den M. sternocleidomastoideus. Wissenschaftler sichteten nun die Daten von Kindern mit muskulärem Schiefhals und inkludierten 39 Patienten zwischen 2010 und 2015. Diese waren durchschnittlich 14 Monate alt, als die Botoxbehandlung begann (Spannweite zwischen 6,5 und 27,6 Monaten). Klinische Outcomes waren die Anzahl der Botoxinjektionen, die Kopfposition davor und danach sowie der Bewegungsumfang. In 54 Prozent der Fälle waren mehrfache Injektionen notwendig, kein Patient musste operiert werden. In der letzten Nachuntersuchung (mindestens zwei Jahre nach Therapiebeginn) wurden deutliche Verbesserungen der Kopfhaltung und des Bewegungsumfanges in die Rotation gemessen (56 ± 11,7 Grad vor der Intervention, 86 ± 3,8 Grad danach). Die Eltern waren zufrieden mit der Therapie und es gab keine unerwünschten Nebeneffekte.