Aquafitness wurde lange mit Seniorensport assoziiert. Das große Potenzial für Sportler hatte kaum jemand auf dem Schirm. Auch betroffene Personen mit Ödemerkrankungen oder Übergewicht können von neuen Trainingsansätzen profitieren. Die Immersionsphysiologie und deren neuere Untersuchungen liefern zahlreiche Erkenntnisse zum Trainingsansatz im und unter Wasser.

Das Medium Wasser bietet weitaus mehr Potential für Training als bisher bekannt. Neuere Studien (1) weisen darauf hin, dass das Training im Wasser effektiver sein kann als das Training an Land. Bei richtiger Trainingssteuerung sind die Effekte auf die Muskulatur um das Zweieinhalbfache größer, auf den Metabolismus um das Dreieinhalbfache und auf das Herz-Kreislauf-System mindestens doppelt so hoch. Was aber noch viel gewichtiger ist: Wasser hat unter bestimmten Umständen einen massiven Einfluss auf den Stoffwechsel, welcher im weiteren Sinne den Effekt jedes Trainings steigern kann. Davon profitieren Menschen mit Verletzungen oder Operationen der unteren Extremitäten, Personen, die abnehmen möchten oder müssen, aber auch Rheumatiker, Parkinson-Patienten oder Betroffene, die mit Ödemen zu kämpfen haben (1). Auch ist schon länger bekannt, dass der Trainingseffekt im Wasser für den Fettstoffwechsel, das Muskelwachstum, die Laktatentwicklung, die Lymphanregung und die Zellregeneration extrem hoch sein kann. Eine Herausforderung besteht darin, diese Effekte durch entsprechende Trainingsformen im Wasser gezielt anzuregen.