Patienten mit MS klagen häufig über verschwommenes Sehen, Doppelbilder, motorische Störungen beim Gehen, Sensibilitätsstörungen (Kribbeln, schmerzhafte Missempfindungen, Taubheitsgefühl), Unsicherheit beim Greifen, „verwaschenes“ Sprechen, imperativer Harndrang sowie Blasenentleerungsstörungen bis hin zu Inkontinenz. Weitere Aspekte sind eine abnorme, vorzeitige Erschöpfbarkeit (die sogenannte Fatigue), kognitive Störungen, Einschränkungen bei Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Konzentration, depressive Verstimmungen und Depressionen, Schmerzen, Schwindel sowie sexuelle Funktionsstörungen. Im weiteren Verlauf kann es zudem zu spastischen Lähmungserscheinungen kommen, vor allem die Beine betreffend.

Aktuell erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 12.600 neue Patienten an Multipler Sklerose, die Gesamthäufigkeit liegt bei zirka 224.000 Patienten (1). Die signifikante Zunahme in Inzidenz und Prävalenz bei gleichzeitiger Steigerung der „Disability-Adjusted-Life-Years“ (DALY) führt zu einer erhöhten Therapienachfrage, insbesondere aber auch zu einer Zunahme gesundheitsökonomischer Kosten, die in Abhängigkeit vom Krankheitsgrad überproportional zunehmen (2, 3). Frauen sind deutlich häufiger von MS betroffen als Männer (4), wobei eine exakte Bestimmung von Ursachen und Verlaufsformen bis heute nicht eindeutig ist (5).