Dieser Frage gingen Forscher aus Schweden auf den Grund. An der Studie nahmen 50 Patienten mit einer Krebserkrankung im Kopf- und Nackenbereich teil, die eine Chemotherapie und/oder Bestrahlung erhielten. Zusätzlich gab es eine Kontrollgruppe mit gematchten Teilnehmern. Nur die Interventionsgruppe bekam zehn Wochen lang spezifische Übungen für den Kieferbereich. Die Forscher untersuchten die Patienten vor Beginn der Maßnahme, direkt danach und erneut nach drei Jahren. 

Zur Dokumentation der Erfolge kamen verschiedene Tests und Assessments zum Einsatz, unter anderem die Messung der maximalen interinzisalen Öffnung (MIO), die Dokumentation von Trismus-Symptomen und die Evaluation der Lebensqualität. Bei den Patienten der Interventionsgruppe war die MIO im Vergleich zu den Teilnehmern der Kontrollgruppe signifikant größer (40 mm vs. 32 mm). Außerdem hatten die Patienten der Übungsgruppe nach drei Jahren weniger Probleme im Zusammenhang mit dem Trismus und berichteten über eine höhere Lebensqualität.