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Bei Patienten mit Claudicatio intermittens infolge einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) besteht die Therapie gerade im fortgeschrittenen Stadium aus endovaskulärer Revaskularisation und / oder Übungstherapie. Wissenschaftler aus den Niederlanden untersuchten in einer systematischen Literaturrecherche mit Meta-Analyse, welche Therapieform am besten ist. Sie sichteten bis August 2017 die Datenbanken EMBASE, Medline, Web of Science, Cochrane Central und Google Scholar. Eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien, die eine der beiden Therapien oder auch deren Kombination bei Patienten mit pAVK vom Becken- oder Oberschenkeltyp untersucht hatten. Folgende Ergebnisparameter sollten vorliegen: maximale Gehstrecke nach sechs und zwölf Monaten, schmerzfreie Gehstrecke, Lebensqualität und Nebenwirkungen. Von sieben eingeschlossenen Studien hatten drei die kombinierte Therapie mit der Übungstherapie und drei weitere die Kombination mit der operativen Therapie verglichen. Demnach erreichten die Patienten mit der kombinierten Therapie nach sechs Monaten eine größere maximale Gehstrecke im Vergleich zu den Einzeltherapien. Nach zwölf Monaten unterschieden sich die Gruppen diesbezüglich nicht mehr. Allerdings konnten die Patienten der Übungsgruppe eine größere Strecke schmerzfrei gehen, die ausschließlich operierten Patienten weniger. Die Lebensqualität war bei den Patienten der kombinierten Therapie geringfügig besser. Die Autoren schlussfolgern, dass aufgrund dieser Ergebnisse die Kombination von Übungen und revaskularisierender Operation die effektivere Therapie sei.