Zwischen 2011 und 2014 führten japanische Forscher eine Studie an Probanden mit L5-Radikulopathie aufgrund einer lumbalen Spinalkanalstenose durch, die sich für eine Operation im Krankenhaus vorgestellt hatten. 38 Personen wurden mit Medikamenten behandelt, 40 erhielten eine Übungsintervention und 41 Akupunktur. Kein Patient wurde im Studienzeitraum operiert. Das primäre Outcome war das Ergebnis im Zurich Claudication Questionnaire (ZCQ) zu Beginn und nach vier Wochen Therapie. Anhand der Subskalen im ZCQ konnten auch Veränderungen bei Symptomschwere, körperlicher Funktion und Patientenzufriedenheit erfasst werden. Die Symptomschwere verringerte sich in allen drei Gruppen; die körperliche Funktion verbesserte sich nur in der Akupunkturgruppe. Die Patientenzufriedenheit war bei den Probanden mit Akupunktur höher als bei den Personen aus der Medikationsgruppe. Diese neuen Erkenntnisse könnten die Therapieplanung bei lumbaler Spinalkanalstenose beeinflussen.