An dieser portugiesischen Studie nahmen 96 Probanden mit arteriellem Hypertonus und zusätzlichen Komorbiditäten teil. Alle führten dreimal wöchentlich ein Übungsprogramm durch, das aus aeroben Übungen und Kräftigungsübungen bestand. Je nach Medikation wurden drei Gruppen unterschieden: 33 Probanden wurden mit Thiaziddiuretika behandelt, 23 erhielten Kalziumantagonisten und 40 nahmen Betablocker ein. Als Assessments nutzen die Forscher unter anderem die Senior Fitness Test Battery, die gesundheitsbezogene Lebensqualität (Short-Form Health Survey 36), Hämodynamik und Körpermaße. Das Follow-up erfolgte nach zwei Jahren. Alle Gruppen verbesserten sich in der körperlichen Fitness: Der systolische Blutdruck sank, während sich die Kraft der oberen und unteren Extremität sowie die aerobe Ausdauer erhöhten. Je nach Medikament gab es kleinere Unterschiede, zum Beispiel reduzierten die Teilnehmer, die Betablocker oder Thiaziddiuretika einnahmen, ihren Taillenumfang stärker, die Gruppe mit Kalziumantagonisten hatte dagegen geringere Cholesterinwerte. Die Autoren schlussfolgern, dass es keine Rolle spielt, welches der Medikamente Personen mit Bluthochdruck einnehmen – alle profitieren von zusätzlicher Übungstherapie mit Ausdauer- und Kraftelementen, um die körperliche Fitness zu erhöhen.