Neulich saß ich mit einem Freund und einem Bekannten dieses Freundes zusammen bei einem Freitagabend-Bier. Dieser Bekannte fragte mich, ob Physiotherapie denn wirklich so eine große Bedeutung habe – es gebe schließlich Mediziner und viele wundervolle medizinische Geräte, Gesundheits-Apps, Fitnessstudios, Diäten, Yoga und Tango. Ob es da wirklich jeden Monat Relevantes zu berichten gebe. Und überhaupt, ob wir den Beruf und unsere Fähigkeiten nicht gelegentlich überschätzten. Er habe es im Kreuz gehabt, der Orthopäde daraufhin eine Spritze gezückt, ein Einstich, ein Schrei, ein Loch, danach sei alles wieder gut gewesen. Warum solle er den Aufwand einer Behandlung mit mindestens sechs Terminen und schweißtreibenden Übungen auf sich nehmen, wenn es auch so gehe?