Forscher aus den Niederlanden und Belgien untersuchten 181 Patienten mit unspezifischen Nackenschmerzen und verglichen die Effekte einer aktiv orientierten Physiotherapie mit Manueller Therapie (MT) alleine. Dabei wurde das Konzept der MT-Schule in Utrecht zugrunde gelegt. Die Patienten wurden per Zufall einer der beiden Therapiegruppen zugeteilt. In der MT-Gruppe dauerte die einzelne Behandlung zwischen 30 und 60 Minuten, mit maximal sechs Einheiten innerhalb von sechs Wochen. In der Physiotherapiegruppe bekamen die Patienten maximal neun Einheiten zu je 30 Minuten, wobei mindestens 20 Minuten aktiv geübt wurde. Zur Messung der Effekte setzten die Forscher unter anderem den Neck Disability Index (NDI) ein und dokumentierten auch die Anzahl der Therapieeinheiten. Die Untersuchungen fanden zu mehreren Messzeitpunkten statt: nach drei, sieben, 13, 26 und 52 Wochen. Nach einem Jahr unterschieden sich die Gruppen in keinem der gemessenen Parameter. In der MT-Gruppe benötigten die Patienten jedoch signifikant weniger Therapieeinheiten.