In früheren Untersuchungen konnte bereits gezeigt werden, dass Gruppentherapien ähnlich effektiv für Patienten mit muskuloskelettalen Beschwerden sind wie Einzeltherapien. Doch welche Therapievariante präferieren die Patienten? In diese qualitative Studie wurden 23 Personen mit unspezifischem Schulterschmerz eingeschlossen, die kürzlich an einem sechswöchigen Übungsprogramm im Gruppensetting teilgenommen hatten. Die Forscher transkribierten die semistrukturierten Interviews und gruppierten thematisch ähnliche Aussagen. Vier Bereiche kristallisierten sich heraus: 1) die Unterstützung, Motivation und das Gefühl, von anderen Teilnehmern lernen zu können, 2) das Bevorzugen einer Gruppentherapie (bei den Patienten, die sowohl Erfahrung mit Gruppen- als auch mit Einzeltherapie gemacht hatten), 3) der Physiotherapeut als Lehrer und Coach, 4) Überzeugungen bezüglich Schmerz und Übungen (Schmerzkontrolle erarbeiten). Alle Befragten äußerten sich positiv über die Gruppentherapie. Diese Ergebnisse befürworten eine Stärkung der Gruppentherapie; sie wird von den Patienten geschätzt und ist nebenbei auch kosteneffektiver als Einzeltherapie.