Dies ist eine relevante Frage, da kognitive Störungen Stürze wahrscheinlicher machen. Von insgesamt 500 Physiotherapeuten, die einen elektronischen Fragebogen erhalten hatten, antworteten 42,8 Prozent. Von diesen gaben wiederum nur 32,7 Prozent (n = 70) an, dass sie im Rahmen des Sturz-Assessments auch die Kognition testeten. Dies erfolgte überwiegend durch eine Abfrage der Orientierung (80 Prozent), am zweithäufigsten kam die Mini-Mental State Examination zum Einsatz (64,3 Prozent). Ob Kollegen screenten oder nicht, hing auch vom Arbeitssetting ab und von der individuellen Erfahrung des Therapeuten in der Behandlung älterer Erwachsener und im Feststellen des Sturzrisikos. Die Autoren empfehlen, dass Physiotherapeuten die kognitive Funktion testen, um Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen und die Sturzneigung somit zu verringern.