Hintergrund

In der kraniofazialen und kraniomandibulären Region findet der Therapeut häufig Asymmetrien, beispielsweise durch verändertes lymphatisches Gewebe (1). Vergrößerte Lymphknoten können drei Ursachen haben:

  • spezifische und unspezifische Entzündungen
  • Metastasierung von Tumorzellen aus umgebenden Geweben
  • Tumore des lymphatischen Systems (2)

Wenn bei der subjektiven Untersuchung keine klaren Zeichen einer kraniofazialen oder kraniomandibulären Dysfunktion erkennbar sind, aber eine deutliche Asymmetrie in den Weichteilen festgestellt wird und dies noch nicht durch einen HNO-Arzt oder anderen Spezialisten untersucht wurde, kann der Therapeut eine Palpation der Lymphknoten ausführen (1). Obligatorisch sind dazu Kenntnisse über das lymphatische System (3). Die Palpation der Lymphknoten von Kopf und Nacken kann auf verschiedene Weise klassifiziert werden (siehe Kasten).