Mittlerweile wird in zahlreichen Praxen, Fitnessstudios und Sportvereinen „gerollt“. Viele Sportler und Patienten haben sogar ein eigenes Faszien-Tool für zu Hause. Die Begeisterung für die Hartschaumrolle ist groß – oft werden die zu erreichenden Effekte aber unreflektiert angenommen und kommuniziert. Unser Autor kennt die Studienlage zum Foam Rolling und fasst in diesem Beitrag den aktuellen Forschungsstand zusammen.

Foam Rolling (FR) bezeichnet die intensive Selbstmassage von Muskel- und Bindegewebe mittels Hartschaumrollen und -bällen. Die Technik gehört mittlerweile zum Standardrepertoire vieler Trainer, Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten. Laut der jährlichen Umfrage des American College of Sports Medicine, der größten sportmedizinischen Fachgesellschaft der Welt, zählt das zuweilen schmerzhafte Verfahren zu den 20 beliebtesten Fitnesstrends weltweit (1). Die Frage ist jedoch, für welche der angenommenen Effekte und Wirkmechanismen bereits Evidenz vorliegt.