Was empfehlen Sie Patienten mit kardiovaskulären Risiken oder Erkrankungen: Walken, Radfahren, Schwimmen? Super! Doch wie intensiv, wie oft und wie lange soll das Training durchgeführt werden, wie wird es kontrolliert? Solche Informationen geben die kardiologischen Leitlinien.

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Sekundärprävention und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen

Bereits 2009 wurde die „Leitlinie körperliche Aktivität zur Sekundärprävention und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen“ von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e. V. in Zusammenarbeit mit weiteren Fachgesellschaften veröffentlicht (1). Demnach haben trainingsbasierte Maßnahmen in der Rehabilitation das primäre Ziel, den Verlauf und die Prognose der Erkrankung zu beeinflussen. Sekundär soll die symptomfreie körperliche Belastbarkeit gesteigert werden, und zwar durch bessere kardiorespiratorische Fitness (Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme – VO2max), muskuläre Fitness (Verbesserung des Einwiederholungsmaximums – 1RM) und metabolische Fitness (Verbesserung der oxidativen Energiegewinnung) sowie höhere Lebensqualität. Weiterhin gilt es kardiovaskuläre Risikofaktoren zu reduzieren, kardiovaskuläre und muskuloskelettale Funktionsverluste zu beseitigen, die Patienten psychologisch zu stabilisieren und die soziale Wiedereingliederung voranzubringen. Deswegen spielt neben dem Training die Patientenedukation eine große Rolle in der Rehabilitation. (1)