Das Symptom Schwindel kennen viele Patienten. Sie werden deshalb von Kardiologen, Neurologen, Psychiatern, Orthopäden oder Hausärzten betreut. Es gilt, die entsprechende Pathologie zu erkennen und zu behandeln. Beim Lagerungsschwindel kann es relativ einfach sein: Er weist eine typische Anamnese auf, klinische Tests können die Vermutung bestätigen und er ist mit entsprechenden Manövern gut zu therapieren.

Mit einer Prävalenz von 17,1 Prozent ist der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPLS) die häufigste Ursache für Schwindel (1). Die drei häufigsten Ursachen für den Lagerungsschwindel wiederum teilen sich nach prozentualem Anteil folgendermaßen auf: 58 Prozent sind idiopathisch, 18,2 Prozent posttraumatisch und 8,6 Prozent durch eine Neuritis vestibularis bedingt (2).

Zu den idiopathischen Ursachen zählt auch die Degeneration der Otolithen, die vor allem im hohen Alter stärker vorkommt. Die Statistik der Klinik der Emory University zeigte, dass in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen bei 360 Patienten 45 Fälle von Lagerungsschwindel festgestellt wurden; dies entspricht einem Anteil von 12,5 Prozent (2). In der gleichen Klinik wurde in der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen bei 752 Patienten insgesamt 188-mal die Diagnose Lagerungsschwindel gestellt – ein Anteil von 25 Prozent (2).