Die Skoliose ist eine dreidimensionale Deformität der Wirbelsäule und des Rumpfes. Sie beinhaltet eine Seitabweichung, eine Verdrehung und eine Störung des Sagittalprofils. Die Behandlung der Skoliose wird notwendig wegen negativen Folgezuständen, beispielsweise einer Verringerung der Lebensqualität oder auch anderen Gesundheitsstörungen.

Unter dem Begriff Skoliose versteht man eine dreidimensionale Verformung von Wirbelsäule und Rumpf. Daraus resultiert eine Seitabweichung, Rotation und Störung des Sagittalprofils des Rumpfes (1). Die Skoliose kann dabei unter anderem zur Beeinträchtigung der Lebensqualität sowie zu gesundheitsbezogenen Störungen führen (1, 2).

Im Vergleich zu Menschen gleichen Alters ohne Skoliose kommt es bei den Skoliose-Patienten nicht zu vermehrten Gesundheitsstörungen. Rückenschmerzen können vorkommen, ebenso wie kosmetische Bedenken – dies bestätigte ein aktueller Review (3). Zwei Cochrane-Reviews zeigten, dass die Evidenz für die operative Skoliosebehandlung eingeschränkt ist (4, 5), Beweise für eine langfristige Veränderung von Zeichen und Symptomen der Skoliose durch die Operation fehlen.