Politik
pt Juni 2021

„Verändertes Professionsverständnis muss ausgehandelt und eingeübt werden“

HRK: Positionspapier zur Akademisierung der Gesundheitsberufe

Durch die Akademisierung der Therapieberufe wird alles besser. Viele Therapeuten und Therapeutinnen hoffen darauf. Viele Papiere mit noch mehr Forderungen und Analysen sind in den letzten Jahren schon dazu verfasst worden. Das Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz hat nun noch ein weiteres hinzugefügt. Das "Positionspapier zur Akademisierung der Gesundheitsberufe" wurde im April 2021 veröffentlicht.

Ein Beitrag von Jörg Stanko
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Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Die Mitgliedshochschulen werden in der HRK durch ihre Präsidien und Rektorate vertreten. Die HRK hat gegenwärtig 268 Mitgliedshochschulen, an denen mehr als 92 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert sind. Die HRK ist die Stimme der Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit und das zentrale Forum für den gemeinsamen Meinungsbildungsprozess der Hochschulen. Sie befasst sich mit allen Themenfeldern, die Rolle und Aufgaben der Hochschulen in Wissenschaft und Gesellschaft betreffen, vor allem mit Lehre und Studium, Forschung, Innovation und Transfer, wissenschaftlicher Weiterbildung, Internationalisierung sowie den Fragen der hochschulischen Selbstverwaltung und Governance. (1)

Am 26. April 2021 wurde ein Positionspapier zur Akademisierung der Gesundheitsberufe veröffentlicht. Das Papier ist das Produkt der gemeinsamen Arbeit der AG Gesundheitswissenschaften (HRK) und der Ständigen Kommission Medizin und Gesundheitswissenschaften der HRK. Auch der Fachbereichstag Therapiewissenschaften (FBTT) ist Mitglied der AG Gesundheitswissenschaften. (2)

„Wachsende Komplexitäten in der Gesundheitsversorgung“

In diesem Papier heißt es: „Die Gesundheitsversorgung steht wachsenden Komplexitäten gegenüber: Globalisierung, demografischer Wandel, digitaler und technologischer Fortschritt, zunehmende Diversität und Umsetzung von Inklusion. Gleichzeitig steigen die berechtigten Ansprüche der Gesellschaft im Sinne von Patientenzentrierung, Evidenzbasierung, Versorgungsdichte und -qualität, Verteilungsgerechtigkeit, Bezahlbarkeit, Datenschutz und Transparenz. Dem muss – neben den aus Forschung und Entwicklung erwachsenden Möglichkeiten einer modernen, technologiegestützten Medizin, Pflege-, Hebammen- und Therapiewissenschaft – mit hinreichender Bildung und Qualifizierung entsprechender Fachkräfte begegnet werden.“ Und weiter: „Alle an einer lückenlosen Versorgungskette Beteiligten – ob Ärztinnen und Ärzte, medizinisch-therapeutisches Fachpersonal oder weitere Berufsgruppen – haben sich zunehmend kompetenzorientiert und vermehrt autonom nicht nur an der eigenen Spezialisierung auszurichten, sondern ebenso interdisziplinäre und interprofessionelle Handlungsfähigkeit sowie wissenschaftsgeleitete Innovationen zu entwickeln.“

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pt Juni 2021

Erschienen am 10. Juni 2021