Politik
pt Februar 2019

Verärgerte Therapeuten

Eine qualitative Auswertung der Brandbriefe

Was kommt dabei heraus, wenn sich rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen ungefiltert den Frust von der Seele schreiben? Wie kann man diesen Inhalt analysieren und nutzen? Die Autorinnen haben ihren akademischen Blick auf die Protestbriefe geworfen, die Heiko Schneider von "Therapeuten am Limit" im Sommer 2018 nach Berlin brachte. Viele Aussagen sind schwer auszuhalten.

Ein Beitrag von Heidi Höppner und Eva-Maria Beck
Lesezeit: ca. 7 Minuten
Tetiana Yurchenko / shutterstock.com

Persönliche Statements zur Arbeitssituation

Im Sommer 2018 entwickelte sich eine medienwirksame Aktion. Der Frankfurter Physiotherapeut Heiko Schneider startete per Facebook „Therapeuten am Limit“ und erbat Unterstützung in Form von persönlichen Statements zur Arbeitssituation. Die Resonanz war überwältigend!

Heiko Schneider fuhr mit dem Fahrrad zum Bundesgesundheitsministerium nach Berlin und übergab dort am 5. Juni 2018 mehr als 1.000 Brandbriefe von Heilmittelerbringenden: Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Sprachtherapeuten, einige Masseure, medizinische Bademeister und Podologen. Leider nahm der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn diese Post nicht selbst in Empfang.

Die Briefe sind Ausdruck von Protest und persönlicher Betroffenheit. Die Aktion wurde flankiert von engagierten Heilmittelerbringenden, die sich vor dem Gesundheitsministerium einfanden (Abb. 1).

Heidi Höppner

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pt Februar 2019

Erschienen am 08. Februar 2019