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Eine kürzere Standbeinphase auf dem betroffenen, schwächeren Bein ist unter anderem ein Merkmal des hemiplegischen Gangbildes. Italienische Forscher betrachten den reduzierten Einsatz der betroffenen Seite als eine Art erlerntes Nichtbenutzen (learned non-use) und untersuchten, ob eine leicht gebückte Haltung mit Hüftflexion und circa 30 Grad Knieflexion zu einer stärkeren Aktivierung der hemiplegischen Seite führt, im Sinne einer Forced-Use-Intervention (siehe Kasten). In dieser Haltung, so die Hypothese, müssen die Muskeln der unteren Extremität aktiver sein, um den Körper im Gleichgewicht zu stabilisieren. Die Autoren wollten herausfinden, ob dieses Gangbild zu einer symmetrischeren Beanspruchung beider Körperhälften führt.